6 Tipps, die Sie beim Kauf, der Montage und Pflege eines Wasserbettes beachten sollten

Gehören Sie auch zu denjenigen, die sich regelmäßig mit Schlafstörungen, Hausstauballergien oder Rückenschmerzen plagen? Dann haben Sie sicherlich schon über diverse Möglichkeiten zur Minderung Ihres Leidens nachgedacht und vielleicht auch schon die Anschaffung eines Wasserbettes in Betracht gezogen? Wir sagen Ihnen, was an dem Mythos Wasserbett dran ist, und was Sie beim Kauf, der Montage und Pflege einer Wassermatratze beachten müssen.

Wassermatratzen werden zahlreiche gesundheitliche Vorzüge und mehr Komfort gegenüber herkömmlichen Matratzen nachgesagt. Dazu gehört unter anderem:

  • Schonendes Liegen durch die gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts und Vermeidung von Druckpunkten im Schulter- und Beckenbereich, was wiederum für die allgemeine Durchblutung förderlich sein soll.
  • Bessere Schlafqualität durch verkürzte Einschlafphasen und längere Tiefschlafphasen.
  • Linderung von Rücken- und Gelenkschmerzen, die durch Rheuma oder Arthritis verursacht sind, und Schmerzen im Allgemeinen durch Wärme.
  • Bessere Verträglichkeit für Hausstauballergiker und Asthmatiker, da Vinyl weniger anfällig für die Ansammlung von Milben, Bakterien oder Schimmel ist.

Welche dieser Eigenschaften tatsächlich nachweisbar sind, bleibt jedoch umstritten, weil es bisher nur vereinzelte wissenschaftliche Studien auf dem Gebiet gibt. Belegt ist jedenfalls, dass Wasserbetten für die Entwicklung und den gesunden Schlaf von Babys und Kindern förderlich sind. Davon betroffen sind zum Beispiel die Formung des Kopfes, die Schlafqualität (wie schnell und wie lang, Dauer der Tiefschlafphasen) und die Produktion von Wachstumshormonen. Aber auch Hochleistungssportler sollen von einer Leistungssteigerung profitieren. Ob sich das Schlafen auf Wasserbetten auf chronische Rückenschmerzen auswirkt, zeigt eine amerikanische Untersuchung, in der es heißt, dass Wasserbetten und sehr harte Betten bei 25% der Patienten eine Besserung der Rückenschmerzen innerhalb von zwei Wochen brachten.

Wenn Sie also schon länger mit dem Gedanken spielen, sich eine Wassermatratze zuzulegen, dann sollten Sie unbedingt unsere Tipps lesen!

  1. Die richtige Matratze wählen

    •  Wie bei herkömmlichen Matratzen gibt es auch Wasserbetten mit unterschiedlichen Härtegraden bzw. Beruhigungsstufen – bei Doppelbetten auch innerhalb einer Matratze, wenn unterschiedliche Ansprüche bzw. Partner mit unterschiedlichem Gewicht das Bett nutzen. So wird unterschieden zwischen Uno und Dualsystem.
    • Im Gegensatz zu „freeflow“ Matratzen sind die heutigen Matratzen dank eines Mehrkammersystems stabilisiert und dämpfen die Bewegung sehr gut. Der Grad der Dämpfung wiederum ist abhängig vom Füllstand.
    • Die Wassertiefe sollte mindestens 20 cm betragen, da sonst das Verdrängungsprinzip des Wassers, das für eine gleichmäßige Druckverteilung und einen besonderen Komfort sorgt, nicht einsetzen kann.
    • Je nachdem, ob Sie die Matratze in ein bereits vorhandenes Bettgestell installieren möchten oder nicht, empfiehlt es sich ein Hardside bzw. ein Softside-Bett mit Schaumstoffrahmen statt Holzrahmen zu wählen.
    • Wenn Sie sich beim Kauf nach einem Gütezeichen orientieren möchten, sollten Sie nach der Bezeichnung RAL-GZ 430 Ausschau halten.
    • Preislich liegen Wasserbetten zwischen 500 und 3.000 Euro.
    • Obwohl man in 99 Prozent der Fälle keine Bedenken wegen der Statik haben braucht, können Skeptiker die Angabe zur maximal zulässigen Belastung in den Bauunterlagen nachlesen. Eine 2 x 2 m Wassermatratze bringt z.B. ein Gewicht von ca. 400 kg mit sich. Gewichtsverteiler unter der Bodenplatte sorgen jedoch dafür, dass das Gewicht gleichmäßig auf den Boden verteilt wird.
  2. Auf aufeinander abgestimmte Komponenten beim Kauf achten.

    Um eine Aushärtung des Vinyls zu vermeiden, sollte auf einheitliche Kunststoffe geachtet werden.

  3. Auf eine fachgerechte Montage achten

    Sparen Sie nicht am falschen Ende! Der Verzicht auf eine fachmännische Hilfe bei der Montage Ihres Wasserbettes bekommen Laien nachträglich teuer zu spüren. Der Unterbau muss stabil sein, die Heizung muss richtig angebracht sein, die Sicherheitswanne ebenso und Lage und Füllmenge der Matratze optimal eingestellt sein. Desweiteren müssen auch die richtigen Entscheidungen beim Anbringen der Bodenplatten, dem Ausmessen, der Wassertemperatur beim Befüllen und der Entlüftung getroffen werden.

  4. Die richtige Einstellung des Härtegrades

    Die Anpassung der Beruhigungsstufen an die individuellen Bedürfnisse der Nutzer ist eine Grundvoraussetzung für die optimale Nutzung eines Wasserbettes. Größe und Gewicht aber auch Schlafgewohnheiten und Vorerkrankungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Für Rückengeschädigte ist eine weiche Beruhigungsstufe empfehlenswert.

  5. Wasser- und Heizungstemperatur

    Wenn Ihr Bett schon eine eingebaute Heizung hat, und damit die Tage, an denen Sie in ein kaltes Bett steigen mussten, der Vergangenheit gehören, ist es für Sie sicherlich interessant zu wissen, dass die ideale Heiztemperatur, die der Oberflächentemperatur der Haut entspricht, bei 28 °C liegt. Wer den Stromverbrauch seiner Wasserbettheizung berechnen möchte, kann sich nach einem Wert von ca. 1,32 kWh bis 1,53 kWh pro Tag richten, natürlich auch abhängig von der eingestellten Temperatur, der Außentemperatur, dem Lüftungsverhalten, der Isolierung und Bettgröße.

  6. Mit der richtigen Wasserbetten Pflege die Langlebigkeit von Wassermatratzen erhöhen

    Entgegen der häufigen Meinung braucht das Wasser einer Wassermatratze nicht gewechselt zu werden. Was auch angesichts der enormen Wassermengen eine gute Nachricht ist. Laut den Empfehlungen des Fachverbands Wasserbett e.V. genügt es 2 Mal im Jahr einen Konditionierer zu verwenden. Dieser bekämpft und beugt auch die Bildung von Bakterien, Pilzen und Algen im Wasser vor und verhindert ein Austrocknen des Vinyls von innen. Die Matratzenoberfläche, die auch aus Vinyl besteht, sollte ebenfalls mit einem Vinylreiniger behandelt werden, um sie vor Oxidation und Brüchigkeit zu schützen. Je nachdem ob eine Auflage benutzt wird oder nicht, empfiehlt es sich, die Behandlung alle 3 bis 12 Monate durchzuführen.

Sie nutzen bereits ein Wasserbett? Teilen Sie uns mit einem Kommentar Ihre Erfahrungen mit und nehmen Sie an der Verlosung eines Wasserbettenpflegesets teil. Der Gewinner wird an Karfreitag um 18 Uhr bekannt gegeben.